MDEM U15 - 2015

Erfolge bei der MDEM U15

Die Landesmeister und die Platzierten der Länder Sachen, Sachsen-Anhalt und Thüringen traten gegeneinander bei der Mitteldeutschen Meisterschaft an. Fünf Kämpfer aus dem 1. Schönebecker Judoclub und der TSG Calbe traten die Reise in das thüringische Schmölln an. Alle mussten durch die Vorqualifikation bei der LEM nun in 16er-Pools starten.


Dass es hier sehr hochkarätig zugeht, sollte auch Leonardo Graßhoff (bis 43 kg) gleich im ersten Kampf erfahren. Er konnte sich zwar gut gegen den späteren Vizemeister, Richard Eisel (Werdau) halten, auch einen Uchi-Mata (innerer Schenkelwurf) ansetzen, konnte aber mit 2:1 Yuko (mittlere Wertung) nach drei Minuten nur noch in der Hoffnungsrunde antreten. Hier traf er zunächst auf Anton Wolff (MoGoNo), den er mit Ippon (ganzer Punkt) besiegen konnte. Erst Sören Spangenberg (Schwarza) stoppte schließlich unseren Leo, so dass sich dieser mit dem siebenten Platz zufrieden geben musste.

Leo mit seinem Uchi-Mata

Auch Julien Freiheit (bis 50 kg) wurde vom späteren Vizemeister Erwin Adam (Rodewisch) im ersten Kampf von der Matte geschickt und hatte auch im Hoffnungslauf gegenüber Laurent Lämmer (JC Leipzig) das Nachsehen. Aber auf so hohem Meisterschaftsniveau sind auch sonst sehr gute Leistungen anzuerkennen.


Julien (rechts) gegen Laurent Lämmer

Niklas Tausch (bis 34 kg) ist eigentlich noch ein jüngerer Jahrgang, wollte aber nach einer umstrittenen Kampfrichterentscheidung bei der LEM U13 beweisen, wo sein wirkliches Niveau liegt und suchte die Herausforderung in der U15. Und so waren seine Kämpfte auch sehr vielseitig, sehr zur Freude seiner Trainer und auch für das Publikum. Im ersten Duell siegte er mit einem Armhebel bei Leif Bräuning (Riesa). Den zweiten Kampf gegen Victor Scheil (Weimar) beendete er mit einem schönen O-Goshi (Großer Hüftwurf). Im Halbfinale konnte sich Kevin Schulz (Burgstädt) bei einem angesetzten Hiza-Guruma (Knierad) nicht mehr halten. Im Finale gegen Max Standke (Erfurt) brachte dann ein sehr schöner Tomoe-Nage (Kopfwurf) den verdienten Meistertitel.


Niklas mit seinem finalen Tomoe-Nage

Auch Moniek Reinicke ist erst U13 und testet sich noch einmal in der U15, bevor es im September an die Sportschule geht. In der +63-kg-Klasse war sie allerdings die Leichteste, was im ersten Kampf gegen Sina Stein (Stotternheim) ganz klar ein Nachteil war und sie mit einer Festhalte verlor. Um noch einmal alles zu geben, besann sie sich in der Hoffnungsrunde auf ihr Technikpotential und konnte gegen Angelina Koal (CPSP BUDO) mit Würfen zwei Yuko sowie einen Waza-ari (halben Punkt) für eine Festhalte erzielen, und so den Kampf für sich entscheiden. Die Trainer waren begeistert, auch beim nächsten Kampf gegen Luisa Koch (Nordhausen). Ihre Gegnerin gab sich alle Mühe, doch Moniek holte im Konter die Wertungen und lag mit zwei Yuko vorne. Aber dieser und der Vorkampf waren extrem kräftezehrend und es passierte das Missgeschick, dass sie Sekunden vor dem Kampfende leider das Gleichgewicht verlor und Luisa siegte. Sichtlich enttäuscht kam sie von der Matte. Ein siebender Platz war allerdings schon viel mehr, als zuvor erwartet. Wir wünschen ihr, dass sie sich auf der Sportschule schnell einlebt und viel Erfolg für die Zukunft.


Moniek mit einem Konter gegen Luisa Koch

Die Calbenserin Jasmin Lind startete in der gleichen Gewichtsklasse. Im Startkampf gegen Luisa Koch testete sie zuerst ihre Gegnerin, wechselte dann auf einen linken Angriff, für den sie einen Yuko erzielte, und konnte mit einer Festhalte den ersten Kampf für sich entscheiden. Gegen die Sportschülerin Lea Stein (Stotternheim) konnte Jasmin sich anfangs gut behaupten, musste sich dann aber im Bodenkampf geschlagen geben. Lina Lehmann (CPSP BUDO) war die erste Gegnerin in der Hoffnungsrunde. Hier erhielt Jasmin zunächst für einem De-Ashi-Barai (Fußfeger) einen Yuko und machte dann durch einem Uki-goshi (Hüftschwung) mit Waza-ari und dem Übergang Stand-Boden in der anschließender Festhalte den Sieg klar. Im Kampf gegen Vanessa Bocek (JCAS) war Jasmin anfangs etwas abwartend, was ihr einen Shido (Bestrafung) einbrachte. Doch auch hier war der Übergang Stand-Boden mit Festhalte erfolgreich. Der Kampf um den Bronzeplatz gegen Lilo Barich (Mittweida) ging über die volle Zeit. Jasmin konnte einen Uchi-Mata-Ansatz bis zum Boden fortführen, was ihr einen Yuko einbrachte, der zum Sieg reichte.


Jasmin schaffte es bis zur Bronzemedaille

Der Landestrainer Mike Kopp war auf Grund dieser und vorangegangener Leistungen sehr positiv überrascht.
Auch insgesamt konnten unsere Sportler sehr viel dazu beitragen, dass die Gesamtwertung für Sachsen-Anhalt in diesem Jahr so gut wie lange nicht mehr ausfiel.

Das erfolgreiche Team von Sachsen-Anhalt
Große Anerkennung für die gezeigten Leistungen an alle und Glückwünsche für die Medaillengewinner!