LEM U15 - 2015

Schönebeck als Gastgeber der LEM U15

Schon wochenlang liefen bei den Schönebeckern und Calbensern die Vorbereitungen für die Austragung der Judo-Landesmeisterschaft der Altersklasse U15 sowie der Jugendpokal-Mannschaftswertung U16. Man wollte, dass sich Sportler und Gäste am Wettkampftag rundum wohl fühlen. Und so war die Sporthalle für diesen Anlass auch sehr schön ausgestattet, u.a. sehr würdevoll die Seite mit dem Siegerpodest mit Koniferen und Blumen.


Über 400 Mattenteile mussten zuvor ausgelegt werden, Transparente und Fahnen wurden aufgehängt und die Tischverkleidungen wurden angebracht.



Die begehrten Pokale standen zur Präsentation und die Urkunden, extra für dieses Ereignis gedruckt, zeigten in diesem Jahr als Motiv das neue Wahrzeichen von Schönebeck, die Elbauenbrücke. Ziel war es auch, die Stadt Schönebeck weiterhin für Sportevents dieser Art zu empfehlen.



Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, hatten doch viele fleißige Helfer das Catering übernommen. Einen großen Dank an die Muttis für Kuchen und Salate.
Der Präsident des Landesverbandes Uwe Schedler und der Oberbürgermeister von Schönebeck Bert Knoblauch eröffneten die Veranstaltung. Und so gingen knapp 100 Starter in dieser Altersklasse aus Sachsen-Anhalt in die Wettkämpfe.



Natürlich hatten sich auch einige Schönebecker Judoka auf diesen Tag vorbereitet. In dieser Altersklasse ist die LEM die zweithöchste Meisterschaft, die in der Sportart Judo gekämpft werden kann. So ging es gleichzeitig um eine Qualifikation für die Mitteldeutsche Meisterschaft.

Julien Freiheit (bis 50 kg) hatte an diesem Tag einen 5er-Pool. Los ging es gegen den Grün-Gurt-Träger Lucas Schiesewitz (PSV Köthen), den er mit einem Yuko (mittlere Wertung) für eine kurze Festhalte im Boden über die Zeit besiegte. Für Erik Schmidt (Motor Halle) brauchte er nicht die vollen drei Minuten. Ihn konnte er mit Ippon (ganzer Punkt) von der Matte schicken. Louis Quaiser (Wanzleben) hatte an diesem Tag keinen Erfolg und musste sich auch gegen Julien geschlagen geben. Der letzte Kampf gegen Ansgar Eckstein (Gardelegen) war wohl der spannendste, wenn gleich auch härteste. Keiner der beiden Kontrahenten konnte eine Wertung erzielen. Aber Julien konnte immer wieder aktiv seine Angriffe setzen, so dass am Ende durch Hantai (Kampfrichterentscheidung) der Titel Landesmeister fest stand.

Gleich im ersten Kampf traf Leonardo Graßhoff (bis 43 kg) auf seinen Dauerrivalen Franz Töpfer (SV Halle). Leider konnte dieser ihm einen Yuko abringen und Leonardo konnte selbst keine Wertung erzielen, so dass dieser Kampf verloren war. Besser lief es dann gegen Lucas Schiefelbein (Naumburg) und Robert Schneider (Motor Halle), die er beide mit Ippon besiegen konnte. Somit war er doch noch glücklich über den Titel Vizemeister.

Niklas Tausch (bis 34 kg) ist altersmäßig eigentlich erst U13. Aber nach der herben Enttäuschung bei der LEM U13 wegen einer umstrittenen Kampfrichterentscheidung, die ihm die Goldmedaille kostete, suchte er die Revanche in der höheren Altersklasse. Und so erkämpfte sich unser Judo-Talent mit einem klaren Ziel vor Augen und technisch sehr vielseitig gegen Hagen Häußler (JC Halle) und Markus Bache (SV Halle) jeweils einen Ippon. Lediglich Johannes Ritter (Gardelegen) konnte sich über die volle Kampfzeit gegen Niklas halten, lag aber auch mit einem Waza-ari (halber Punkt) hinten, so dass Niklas freudestrahlend einen Pokal bei der Siegerehrung empfangen durfte.

Moniek Reinicke (über 63 kg) ist auch erst U13. Aber nach dem Sieg bei der LEM U13 und dem Ziel, ab diesem Jahr die Sportschule zu besuchen, war der Start in der höheren Altersklasse eine Herausforderung. Leider war sie kampflos und muss sich nun wie die anderen Qualifizierten noch einmal bei der Mitteldeutschen Meisterschaft beweisen.

Nach dem Wettkampf gab es von den Gästen sehr viel Lob für die gelungene Veranstaltung. Alle freuten sich sehr, dass der Aufwand sich gelohnt hatte. So ist in Sachen Judo die Stadt Schönebeck weiterhin ein sehr bekannter Ort.
Ein besonderer Dank geht natürlich an unsere Sponsoren, die mit finanzieller Hilfe oder Sachspenden einen ganz erheblichen Anteil am guten Gelingen der LEM hatten. Und natürlich auch an die vielen Helfer beim Auf- und Abbau der Wettkampfstätte.

Glückwünsche an unsere erfolgreichen jungen Kämpfer!