Jasmin und Luisa mit sehr guten Leistungen

Merseburger Nikolausturnier am 6.12.2014

Unter den 410 Teilnehmern aus 33 Vereinen, die u.a. auch aus Tschechien und Polen anreisten, waren auch zehn Kämpfer aus unserem Verein. Acht von ihnen konnten nach dem Wettkampf auf das Treppchen steigen. Mit bis zu vier Kämpfen pro Gewichtsklasse war es ein schöner Abschluss des Wettkampfjahres. Die Siegerinnen Jasmin, Esleida und Luisa konnten alle ihre Kämpfe gewinnen. Dabei war die größte Überraschung Jasmin mit ihrem Finalkampf.

Kevin Müller
(U11 +52 kg) startete stark und liess dann leider gleich stark nach. Lediglich im letzten Kampf kam dann noch einmal ein Kampfeswille zum Vorschein. Da gibt es sicher eine Aussprache.

Celina Frank
(U11 -38,5 kg) musste wie bei der LEM nur der Dessauerin Djamila Fayzuluna einen Kampf abgeben und konnte die anderen drei Kämpfe gewinnen, was den zweiten Platz bedeutete.
     Celina zeigte sich wurffreudig

Sehr konzentriert ging Esleida Pfannenschmidt (U11 -58 kg) in das Turnier und brachte nach dem Übergang Stand-Boden ihre Stärke im Bodenkampf zum Ausdruck.
     Esleida (rechts) mit einer Festhalte

Der erste Kampf von Selena Pfannenschmidt (U11 -33 kg) gegen ihre Dauerkontrahentin Annette Hahn vom gastgebenden Verein ging leider an die Merseburgerin. Die nachfolgenden drei Begegnungen konnte Selena dann wieder mit ihrer Technik souverän gewinnen.
     Selena (links) kam nach dem ersten Kampf wieder in "Wurflaune"

Sehr lange warten (die ersten Siegerehrungen waren schon im Gange) musste unser Leichtgewicht Luisa Mergel (U11 -27 kg), die aber trotz dieser Nervenaufreibung dann alle ihre Kämpfe in einem Sechser-Pool mit Ippon gewinnen konnte.
     Luisa (rot) beherrschte ihre Gegnerinnen

Für unseren Neuling Yannick Fehler (U13 +55 kg) war es ein Turnier, um sich einmal auszuprobieren. Während er im Fünfer-Pool bei den ersten Kämpfen noch mit typischen Anfängerfehlern verlor, konnte er den letzten Kampf mit Seoi-Otoshi (Schulter-Seitwurf) auf Ippon gewinnen, worüber er sichtlich erfreut war.
     Yannick (weiß) mit seinem Wurferfolg

Noch mehr Kämpfer pro Gewichtsklasse waren dann bei den U13ern, die im Doppel-KO-System antraten. Carl-Lennhart Bohse (U13 -46 kg) ging sehr beherzt in seine Kämpfe, die zwar nicht mit Erfolg gekrönt waren, aber er zeigte mit seiner Aktivität, dass er sich die Hinweise seiner Trainer zu Herzen nahm und diese die gezeigte Leistung auch anerkannten.
     Carl (links) mal so richtig in Kampflaune

Julien Freiheit
(U13 -50 kg) war zwar sehr kampfentschlossen, konnte aber wegen dem verbotenen Überfassen seine Aktionen nicht in Punkte umwandeln.
     Julien (weißer Gürtel) mit einem Uchi-Mata-Ansatz

Gut vorbereitet ging Jasmin Lind (U16 +63 kg) auf die Matte. Nach fünf Sekunden warf sie ihre erste Gegnerin mit Waza-ari-Wertung (halber Punkt) und machte den Sieg mit einer Festhalte perfekt. Auch der zweite Kampf war kurz: Mit Seoi-Otoshi kam nach sieben Sekunden die Ippon-Wertung (ganzer Punkt). Das Highlight war dann der Finalkampf. Dabei war die größte Überraschung, dass Jasmin (7. Kyu) im Finalkampf eine „Braungurtin“ zuerst mit Yuko (mittlere Wertung) links werfen und schließlich mit einer Festhalte bezwingen konnte.
     Jasmin (roter Gürtel) mit dem Wurf zum Yuko

Äusserlich ruhig aber innerlich angespannt war auch Markus Braunersreuther (U16 -66 kg), der in Merseburg seinen letzten U16-Wettkampf hatte. Und das war auch berechtig, da es in dieser Altersklasse immer sofort und hart zur Sache geht. So lag Markus dann auch gegen den Delitzscher Daniel Höppner zunächst im Rückstand und konnte sich nur mit einem großen Kraftaufwand aus einer Festhalte befreien. Schließlich erzielte er dann mit einem Konter doch noch einen Ippon für sich.      Markus (roter Gürtel) mit dem Konterwurf

Im zweiten Kampf gegen Tomas Bajan (Judo Teplice) hatte Markus Mühe, seinen Griff durchzusetzen. Markus konnte sich gut gegen den agilen Tschechen erwehren, wurde schließlich aber, als er versuchte seinen Gegner am Mattenrand zu stellen, mit einer Tomoe-Nage (Kopfwurf) überrascht. Im Kampf um Platz 3 traf er auf einen alten Bekannten, Niklas Pitschmann aus Wanzleben. Markus fing gut an, bis es dann nach dem Eindrehen in einen Uchi-Mata (innerer Schenkelwurf) passierte, dass beide auf den Kopf fielen. Niklas gab daraufhin auf. Später erkundigte sich Markus nach seinem Befinden, aber anscheinend sind beide mit einer Beule davongekommen.

Auch wenn es ein sehr anstrengender Tag war (die Veranstaltung war erst 17:30 Uhr zu Ende), so bleibt dieses nun schon zum achten Mal ausgetragene Traditionsturnier zum Jahresende ein schöner Abschluss des Wettkampfjahres.